Nachlese: Fit goes Burgenland 2026

Der FIT Infotag Burgenland fand dieses Jahr am 4.3.2026 an der HTL Pinkafeld mit 100 Teilnehmerinnen* statt. Die Schülerinnen* widmeten sich einen Vormittag aktiv den Studien- und Berufschancen im Bereich MINT.

Einleitende und mitreißende Worte von Landesrätin Daniela Winkler eröffneten den Tag. Sie berichtete von eigenen Erfahrungen in einer politischen Landschaft, die von Männern geprägt ist. In Österreich gab es 2018 in österreichischen Gemeinden noch mehr Ortschefs, die Josef heißen, als Bürgermeisterinnen*. Heute liegt der Anteil bei 11,5 Prozent. Aniko Benkö, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Burgenland und Mitveranstalterin des Infotags, betonte die Wichtigkeit von weiblichem Nachwuchs für die Wirtschaft. Im Namen der HTL begrüßte Abteilungsvorständin Barbara Rehling. Die Schule ist sehr engagiert in der Förderung ihrer Schülerinnen*.

Die inspirierende Chat-Lounge gab Einblick in den Alltag und die Herausforderungen der Expertinnen. Die Schülerinnen* stellten über den Chat rund 30 Fragen, die am Podium beantwortet wurden. Besonderer Fokus lag dabei auf den Strategien der Selbstbehauptung in männerdominierten Berufen und Vereinbarkeit von Job und Familie.

Bauingenieurin Esma Atak von der Firma STRABAG erzählte von ihren Erfahrungen als junge Frau und Muslimin auf der Baustelle. Ihre Strategie für die Selbstbehauptung ist es, selbst praktisch alle Tätigkeiten auszuprobieren.

Katharina Filler, Leiterin der Bau- und Haustechnik des Wiener Gesundheitsverbunds berichtete von Gehaltssaussichten im MINT Bereich. Die Gehälter sind deutlich höher als bei Berufen, die als stereotype Frauenberufe gelten.

Nora Kirchknopf vertrat die Hochschule Burgenland. Sie arbeitet am Center for Building Technology an nachhaltigen Gebäuden und erzählte davon, dass sie in ihrem Beruf an der Uni auch von männlichen Kollegen sehr ernst genommen wird.

Heidi Schröck, Winzerin und Gründerin von „11 Frauen und ihre Weine“ gab Einblick als Pionierin als Frau im Weinbau, wo Sie Anfangs oft unterschätzt wurde und sich über die Jahre behaupten und durchsetzen konnte.

Es gab einen regen Austausch bei den Messeständen der teilnehmenden Institutionen und Unternehmen. Esma Atak sprach in einem interaktiven Workshop zum Thema Frauen im MINT-Bereich und die fehlende Repräsentierung von Frauen* in KI-Tools, die gesellschaftliche Vorurteile abbilden und reproduzieren.

Abschließend konnten bei einem Vortrag der Österreichischen Hochschüler*innenschaft praktische Fragen zum Studium geklärt werden.