Lydia Grossmann

Name: Lydia Grossmann
Universität(en)/ Fachhochschule(n): FH Technikum Wien
Studiengang: Tissue Engineering and Regenerative Medicine
Sprachen die ich spreche (auch Computersprachen): Deutsch, Englisch, Französisch, (ein bisschen Spanisch und Finnisch😉)
Das könnte ich mit meinem abgeschlossenen Studium machen:
Ich könnte zum Beispiel in der Forschung arbeiten und daran mitwirken, Gewebe und Organe im Labor nachzubauen, um später Patient*innen zu helfen. Möglich ist das in der Biotech- und Pharmaindustrie, an Universitäten oder bei Firmen, die Medizinprodukte entwickeln. Auch Qualitätssicherung, Zulassungsfragen oder Wissenschaftskommunikation sind mögliche Wege.
Mein Einstieg an der Uni/FH war:
Überraschend cool! Ich hatte große Sorgen, dass ich mich im neuen Umfeld nicht wohlfühlen könnte und überfordert sein würde. Natürlich war es anstrengend, aber ich habe schnell liebe Leute kennengelernt, mit denen sich der Alltag bald normal angefühlt hat. Auch fachlich hatte ich Sorge, nicht mithalten zu können, weil ich nie zu den sehr guten Schülerinnen gehört habe. Da anderen der fachliche Einstieg leichter fiel, habe ich von meinen neuen Freund*innen viel Unterstützung bekommen.
An meinem Studium besonders interessant finde ich:
Dass es möglich ist, Dinge in ganz anderen Größendimensionen zu sehen, zu erforschen und nachzuvollziehen. Mich fasziniert immer wieder aufs Neue, wie komplex Menschen aufgebaut sind: Jedes Organ besteht aus Milliarden von Zellen, die jeweils in sich selbst und miteinander organisiert sind. Fast jede davon trägt die vollständige DNA, und trotzdem erfüllen Zellen in unterschiedlichen Geweben unterschiedliche Aufgaben. Genau diese Systeme im Labor nachzubauen ist natürlich herausfordernd, aber spannend genug, um es zu probieren 😉
Wer hat mich zu diesem Studium inspiriert? (Infotag/Schulworkshop/Messe/Role Model/Freunde/Familie)
Als ich zehn Jahre alt war, wurde bei mir Zöliakie diagnostiziert (eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper auf Gluten reagiert). Schon damals habe ich meinen Eltern gesagt, dass ich eines Tages ein Medikament entwickeln möchte, mit dem ich unterwegs wieder Pizza und Kuchen essen kann. Was damals eher der Wunsch nach gutem Essen war, wurde letztendlich zu meiner beruflichen Herausforderung. Gluten kann ich zwar immer noch nicht essen, aber ich bin froh über den Weg, den ich gegangen bin.
Aus diesen Gründen habe ich mich schlussendlich für mein Studium entschieden: (Gab es außer Interesse noch weitere Überlegungen, z.B. Verdienst, Arbeitsmarktchancen, Work-Life-Balance, Arbeitsort, Arbeitszeit usw.?)
Ehrlich gesagt war das eine ziemlich egoistische Entscheidung: Ich wollte einfach wieder normal essen können. Mein echtes Interesse an Biologie und an technischen Ansätzen, Probleme anzugehen, hat sich erst im Laufe des Studiums entwickelt.
Was ich einmal alles studieren/werden wollte:
Lehramt, Grafikdesign, Ökotrophologie
Nach einem anstrengenden Uni-Tag entspanne ich am liebsten:
Strickend auf dem Sofa, mit Süßigkeiten und Reality-TV Serie.
Außer studieren – das ist für mich positiv am Studentinnen*leben:
Ich bin sehr froh über die Menschen, die ich kennengelernt habe. Außerdem war der Auszug von zu Hause genau das, was ich gebraucht habe: Ich konnte meinen Alltag komplett selbst gestalten.
So schaut’s auf meinem Schreibtisch aus:
Ich habe tatsächlich keinen Schreibtisch. Ich bin eine totale Bibliotheksgängerin und liebe es, meinen Schlaf- und Freizeitbereich vom Studium trennen zu können.
Ich bin FIT-Botschafterin* weil…
… ich Schüler*innen Mut machen möchte, einen Weg auszuprobieren, auch wenn sich das Ziel im ersten Moment noch komisch anfühlt. Interesse kann wachsen, solange die Motivation da ist.
Meine Botschaft an Maturantinnen*:
Nicht jede Entscheidung, die du triffst, muss perfekt argumentiert sein. Erwachsene wollen oft unterstützen, indem sie kritische Fragen stellen. Lass dich davon nicht verunsichern, sondern sorge dafür, dass du deine Studienentscheidung für dich selbst gut begründen kannst.

