Lumetzberger, Jennifer

Projektassistentin, TU Wien


Mein Werdegang: Ich habe mich schon in der Schule für Naturwissenschaften, aber auch für Mathe und Informatik interessiert.  Nach meiner Matura an einem Realgymnasium habe ich an der FH Oberösterreich Medizintechnik studiert, hab dann für den Master an die TU Wien gewechselt und in Biomedical Engineering meinen Abschluss gemacht. So konnte ich meine Interessen super miteinander vereinen.

Bei meiner Berufswahl unterstützt oder inspiriert hat mich: Ich habe verschiedene Info- und Schnuppertage besucht, um herauszufinden, was mich besonders interessiert.

An meiner Arbeit besonders interessant finde ich: Die Vielfältigkeit in meinem Arbeitsalltag – es kommt immer wieder Neues auf mich zu, wodurch ich auch kontinuierlich dazulerne. Durch neue Projekte tauche ich auch immer wieder in Themen ein, mit denen ich davor noch nicht viel zu tun hatte (z.B. ethische Aspekte von Machine Learning – wie fair ist eigentlich ein Algorithmus?)

Die Herausforderungen in meinem Beruf sind: Das interdisziplinäre Arbeiten erfordert, dass man sich immer wieder mit neuen Themen beschäftigt, die vielleicht nicht unbedingt im Studium vorgekommen sind. Manchmal dauert es dann schon mal länger, bis man sich die benötigten Kenntnisse angeeignet hat. Das ist für mich aber definitiv ein Pluspunkt, weil man so seinen Horizont erweitert und es nicht langweilig wird.

Mein Arbeitsalltag sieht folgendermaßen aus: Hier gibt es eigentlich keine richtige Routine. An manchen Tagen schreibe ich wissenschaftliche Artikel über Ergebnisse aus Projekten oder Projektanträge und an anderen Tagen habe ich Meetings mit Projektpartnern aus anderen Disziplinen (Pflege, Sozialwissenschaften, Jurist*innen,…), um an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.

Meine Botschaft an Maturantinnen: Ich rate euch, während der Schulzeit schon in Studienrichtungen reinzuschnuppern, die euch interessieren, und mit Student*innen zu reden, um euch ein realistisches Bild zu machen und herauszufinden, was euch gefallen könnte. Und lasst euch nicht von einem technischen Studium abschrecken, nur, weil ihr nicht lauter Einsen in Mathe oder keine HTL besucht habt! Das wichtigste ist, seinen persönlichen Interessen nachzugehen. Und bildet Lerngruppen, um euch gegenseitig zu unterstützen!

Daran forsche/arbeite ich gerade: Ich arbeite gerade in einem Projekt, bei dem es um die Unterstützung von demenzerkrankten Personen geht. Im Speziellen soll die Autonomie im Alltag mit technischen Hilfsmitteln gefördert werden, ohne in die Privatsphäre einzugreifen. Besonderer Fokus liegt hier am WC, da Menschen mit Demenz dieses häufig nicht mehr selbständig besuchen können.

Das möchte ich noch erreichen: Ich möchte noch ein Doktorat anhängen, um mich auf meinem Gebiet noch weiter zu vertiefen. Am liebsten im Ausland, weil ich die Möglichkeit im Bachelor und Master nicht ergriffen habe und gerne diese Erfahrung machen würde.